Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Ungarn (ELKU)

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Ungarn (ELKU)

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Quelle: evangelikus.hu
Ungarn liegt im Herzen von Europa und wird von fast 10 Millionen Menschen bewohnt. Seine Hauptstadt Budapest, hat ca. 2,5 Mio. Einwohner. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Ungarn ist die drittgrößte historische Kirche des Landes, mit ungefähr 215, 000 Mitgliedern.

Das religiöse Fundament des evangelischen Seins geht auf das biblische Christentum zurück; unsere Konfession bildete sich in den Spuren der Reformation von 1517 heraus. Seit der katholischen Gegenreformation im 16-17. Jahrhundert begrüßen sich die ungarischen Lutheraner mit der Grußformel “Erős vár a mi Istenünk!” „Ein feste Burg ist unser Gott!“

300 Gemeinden, die sich auf Jesus Christus berufen und in verschiedenen Ortschaften liegen, gehören trotz aller Verschiedenheit doch zu dem „einen Leib“. Dies gilt gleichermaßen für die verstreuten kleinen Gemeinden und die Gemeinden, die über 10.000 Gemeindeglieder zählen. Gottes Wort wird in Gemeinden mit ungarischen, deutschen und slowakischen Wurzeln verkündigt. Dort findet bis heute noch das gottesdienstliche Leben in diesen drei Sprachen statt. Das Erhalten und das Pflegen der verschiedenen Sprachen und Kulturen ist uns ein wertvolles Erbe und gleichsam unsere gemeinsame Verantwortung.

In den letzten 5 Jahrhunderten unserer Geschichte haben wir gelernt, dass unterschiedliche Sprachen und Kulturen sich gegenseitig bereichern können.  Diese zu bewahren und pflegen ist unser kostbarstes Erbe und unsere gemeinsame Verantwortung. Unsere Gemeinden leben in diversen Minderheits- und Diasporasituationen, sodass wir die damit verbundenen Schwierigkeiten, aber auch den daraus entstehenden Segen gut kennen. Wir streben danach, dass unsere Kirche, eine der Welt offene ist und auch zum Wohle unserer größeren Gemeinden, inbegriffen unsere ungarische Gesellschaft.

Evangelisch-Lutherische Zentren 

Die ELKU ist in drei Diözesen aufgeteilt in die Nördliche, Südliche und Westliche (Transdanubische). Diese werden von je einem Bischof geleitet. Die Kirchenverwaltung mit Sitz in Budapest in der Üllői út 24 ist ein Dienstleistungsträger, der die Arbeit der Kirchengemeinden und die kirchlichen Einrichtungen unterstützt.

Hier erfolgt die Zusammenarbeit mit der Diakonie, der Abteilung für Bau und Denkmäler, der Finanzabteilung, der Kinder- und Jugendabteilung, der Immobilienverwaltung, der Abteilung für Bildung und Erziehung, der Abteilung für Ökumene und Außenamt, der Mission, der Informatik, der Abteilung für Kommunikation und Medien, der Frauenmission, der Krankenhausseelsorge, dem Verein der Ungarischen Außenmission (EKME), der Gefängnisseelsorge und die Koordination der Universitätsgemeinden. Auch das Synodalbüro, die kirchlichen Gremien und Ausschüsse haben hier ihren Sitz.

Internationale und ökumenische Beziehungen

Unsere Kirche ist ein integraler Bestandteil der weltweit 70 Millionen Lutheraner und ist sehr aktiv auf internationaler kirchlicher Ebene. Leitender Bischof Tamás Fabiny war zwischen 2010-2017 der Vizepräsident für Zentral und Ost-Europa im Lutherischen Weltbund(LWB). Außer des Lutherischen Weltbundes sind wir in weiteren zahlreichen kirchlichen Verbänden vertreten, wie  im Ökumenischen Rat der Kirchen in Ungarn (MEÖT), in der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und nicht zu Letzt im Ökumenischen Rat der Kirchen (WCC). 

Außerdem haben wir zahlreiche Partnerkirchen in Finnland, Deutschland (Bayern) und in den Vereinigten Staaten von Amerika. Wir arbeiten mit dem Programm Junge Erwachsenen in Globaler Mission (YAGM) der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika zusammen. Der Sitz vom Landeskoordinator für Zentraleuropa von YAGM liegt in Budapest. Zahlreiche ELCA jungen Erwachsenen arbeiten für ein ganzes Jahr freiwillig mit Roma u. Sinti Gemeinden und ELKU-Schulen wie für Gemeinden überall im Land.

Evangelische Erziehung und Bildung

Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1. Korinther 13, 13)

Bildung ist eine der Stärken der ELKU. Obwohl unter der kommunistisch-sozialistischen Ära in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Bildungsinstitute der Evangelisch-Lutherischen Kirche deprivatisiert wurden, haben wir seit der Wende in 1989/90 etliche Schulen neueröffnet.

Im Oktober 2017 hat die ELKU insgesamt 44 Institutionen betrieben. Unter ihnen Kindergarten, Grundschulen, Mittelschulen sogar einige Gesamtschulen. Mehr als 17.000 Kinder, Schüler und Schülerinnen besuchen diese, von den Kindergärten bis hin zum 12. Jahrgang der Gymnasien. Mehr als 1500 Pädagoginnen und Pädagogen arbeiten in diesen Einrichtungen. Auch  für Schülerinnen und Schüler in staatlich betriebenen Schulen unterrichten wir evangelisch-lutherische Religion.

Im Hochschulwesen haben wir drei Institute: Die Evangelisch-Lutherische Theologische Universität (in Budapest), das Roma-Sinti Kolleg (in Nyíregyháza) und das Luther Heim (in Budapest). Ca. 300 Schülerinnen und Schüler besuchen diese Schulen. 

Uns ist auch die Erwachsenenbildung sehr wichtig. Wir bieten unseren Presbytern (Kirchenälteren) Bildungskurse an und setzen Menschen unserer Kirche in Führungspositionen. Es gibt vier Konferenz- und Einkehrzentren, die in Révfülöp, Piliscsaba, Balatonszárszó und Gyenesdiás. Diese sind Orte der Rekreation und des spirituellen Wachsens.

Evangelische Diakonie

 

„Das Evangelium der Hände“ (Gábor Sztehlo, lutherischer Pfarrer)

Ziel der Evangelisch-Lutherischen Diakonie ist die karitative Arbeit in den Gemeinden, Gemeinschaften und Institutionen der Kirche zu fördern und unterstützen. Unsere diakonische Sendung geht vom Altar aus und kehrt auch dorthin wieder zurück. Wir verrichten unsere Arbeit in der Gesellschaft nicht nur aus wirtschaftlichen oder sozialpolitischen Gründen, sondern weil wir wissen, dass Jesus uns in die Welt gesandt hat und dass wir in der Welt eine Mission haben: wir müssen gemäß dem Evangelium den Menschen in Not dienen. Dieser Dienst offenbart sich in 45 unserer Institutionen, wo 2000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als Personal sich um mehr als 8000 Menschen kümmern.

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