Evangelisch-Lutherische Kirche in Ungarn
Unsere Kirche ist eine Gemeinschaft von etwa 300 lutherischen Gemeinden, die sich zu Jesus Christus gebunden fühlen. Die Mitglieder gehören, trotz ihrer Verschiedenheiten zu „einem Leib” – in den kleinsten Diasporagemeinden ebenso, wie in den Gemeinden von mehr als zehntausend Seelen.
Drei Bischöfe leiten die Arbeit der Gemeinden, daß das Evangelium auch dorthin gelange, wo nur ein Lutheraner lebt, aber auch dort hörbar sei, in welcher Siedlung unsere Gemeindemitglieder in Mehrheit sind. Die Sitzorte der drei Kirchenbezirke (Buda, Győr und Pest) dienen als seelisches Zentrum für alle Lutheraner.
Das administrative Zentrum unserer Kirche – Budapest, Üllői út 24 – ist ein Dienstleistungsort, der die Arbeit der Gemeinden und der kirchlichen Institutionen fördert. Neben den Abteilungen für Schulung, Wirtschaft, Bauarbeiten, Rechtsfragen und Jugendarbeit (die allen Lutheranern zur Verfügung stehen), hat ein jeder die Möglichkeit, die Hilfe der Krankenhausseelsorge und des Gefängnispastorats, oder anderer missionarischen Dienstzweigen, wie auch die Universitätsgemeinde zu erreichen.
In unseren 37 Schulungsinstitutionen (Kindergärten, Schulen) bereiten sich etwa siebentausend Schüler für das Leben, mit Hilfe von bald tausend Pädagogen. An der Lutherischen Theologischen Universität treiben mehr als hundert junge Leute ihre Studien, an den Fakultäten für Pastoren-, Religionslehrer- und Religionsunterrichter Ausbildung.
In unseren Altersheimen bekommen mehrere hundert älterliche Menschen ein zu Hause, in brüderlicher Gemeinschaft für die letzte Zeit ihres Lebens. Wir betreuen auch behinderte Kinder. Das Obdachlosenheim in Nyíregyháza, das Rehabilitationszentrum für Alkoholiker in Györköny, das in Piliscsaba tätige Sozialbeschäftigungshaus, der in Kiskőrös und Szarvas funkzionierende Hauspflegedienst beweisen alle die soziale Empfindlichkeit der Lutheraner.
In unseren Erholungsheimen – z. B. Balatonszárszó, Gyenesdiás, Sopron - bieten wir den Ermüdeten leibliche und seelische Genesung, und in unseren Konferenzzentren – z. B. Révfülöp oder Piliscsaba – leisten wir Beistand für seelische-geistliche Füllung denen, die einen tieferen Sinn des Lebens suchen.
Wir sind Lutheraner – wir können Lutheraner sein
Woran erkennt man uns Lutheraner?
- Wir sind offen,
- Gemeindemenschen, die keine Extremität mögen,
- fröhlich,
- entschieden, aber kompromissfähig,
- lieben die Lieder, die Musik und die Kultur,
- sind miteinander verbunden.

Was bedeutet eigentlich Lutheraner zu sein?
Es bedeutet, daß wir in den Spuren der Kirchenreformierungstätigkeit von Luther, einen christlichen Weg folgen,
- an welchem wir in das Kraftfeld des auferstandenen und lebendigen Jesus Christus geraten können,
- an welchem uns die Bibel den Kompass, und das Kreuz den Orientierungspunkt bedeutet,
- wo in allen Situationen unseres Lebens, die Gewißheit von Gottes Providenz bestimmend ist,
- wo wir nicht unserem Verstand und Kraft, sondern alles an Gott vertrauen,
- wo wir nicht nur mit den, in unserer eigenen Glaubensgemeinschaft Lebenden, in brüderlicher Gemeinschaft leben möchten,
- wo die Arbeit und der Beruf zum Gottesdienst werden kann,
- wo wir die Familie als ein besonderes Geschenk Gottes schätzen.

Wir möchten den Weg zusammen begehen!
Der auferstandene Jesus hat sich den Jüngern am Wege nach Emmaus angeschlossen. So möchten auch wir unseren Mitmenschen beistehend
- in der Taufe ankündigen und erfahren, daß Gottes Liebe allem zuvorkommt,
- in den Trauungen erklären und zeigen, daß Gottes Liebe unerschöpfliche Reserve bedeutet,
- mit den Klagenden und denen, die von verzagten Herzens sind, die Gewißheit teilen, daß uns nach dem Tode nicht das Nichts, sondern Gottes Liebe erwartet.

Und unterwegs ...
- beachten wir in unseren Gottesdiensten Gottes aktuelle Worte, und in dem heiligen Abendmal haben wir an der Nahrung des Lebens teil,
- möchten wir uns mit dem täglichen Bibellesen, bezüglich der wahren und unvergänglichen Werten zurechtfinden.
- lernen wir das Geheimnis der findiger Liebe, daß wir nicht für uns selbst leben.

Wir erscheinen – aber wir werben nicht für uns selbst ...
Wir sind nicht nur in den Siedlungen anwesend, wo es dafür Anspruch gibt, sondern am Bildschirm des Fernsehens mit den Gottesdienst-Übertragungen, im Programm der lutherischen „Freudenbotschaft”, in den kirchlichen Tagesschau Programmen, in der lutherischen Halbstunde im Radio Kossuth, wie auch in den Programmen der anderen Landes- oder Ortssendungen. Wir erscheinen auch in unserem Landeswochenblatt mit dem Titel Lutherisches Leben („Evangélikus Élet”), wie auch in anderen lutherischen Publikationen, welche vom Luther Verlag instand gehalten werden. Die Rundfunksmission, das Medienzentrum Zachäus, die kirchlichen Fernseh- und Rundfunkredakteure möchten uns alle Hilfe leisten, daß wir als gut informierte, lutherische Kirchenmitglieder in Christus an einander und an die Welt achtend leben können.






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